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Product Lifecycle Management (PLM) gilt heute als einer der wichtigsten Managementansätze im Engineering. Im Mittelpunkt steht dabei die durchgängige Bereitstellung von Daten möglichst über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts. Wird das ‚P‘ als „Plant“, also Anlage (oder auch Fabrik), interpretiert, beziehen sich die Lebenszyklusdaten auf den gesamten Betrieb der Anlage – bei einem Atomkraftwerk sind dies bis zu 60 Jahre! Hinzu kommen die Informationen aus dem Rückbau der Anlage. Das ‚P‘ kann auch für „Produktion“ stehen, was eine Anbindung der konventionellen PLM-Systeme an MES erforderlich macht. Mögen die Lesarten von PLM sehr verschieden sein, gemein ist ihnen das Streben nach durchgängigen Prozessketten. Die Ursprünge des Begriffs gehen auf das Jahr 2000 zurück. SAP und Dassault Systèmes beanspruchen gleichermaßen, den Begriff erstmals in den Markt getragen zu haben. Sei es dahin gestellt. Tatsache zumindest ist, dass PLM viel mit Marketing zu tun, wie in dem hier abrufbaren Dokument nachzulesen ist. Es folgt eine alphabetische Auflistung wichtiger Begriffe aus Sicht von unternehmerischem Nutzen.
Die PLM-Knowledge Corner wird ermöglicht durch:

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Abgleich von Konstruktions- und Fertigungsstückliste mittels PLM-System |
Typischerweise denken Konstrukteure eher in der Dimension einer Funktionalität bei ihrer Entwicklungsarbeit und gliedern deshalb ihre Produktstruktur dahingehend. In der Fertigungsvorbereitung indes wird das Produkt in Form von Montagereihenfolgen aufgebaut. Nehmen wir die Gangschaltung eines Fahrrads hierzu als Beispiel. Die Funktion „Schalten“ besteht aus einem Umwerfer, Schalthebel und Bowdenzug. In der Konstruktionsstückliste wird dies als Unterbaugruppe „Schaltung“ zusammengefasst. In der Montage werden jedoch zuerst der Umwerfer am Rahmen und der Schalthebel am Lenker vormontiert. Anschließend wird das Fahrrad montiert und zum Schluss kann der Bowdenzug eingezogen werden (siehe Grafik). Man erkennt also, es sind sehr unterschiedliche Strukturen der gleichen Unterbaugruppe. Hat das Produkt einen bestimmten Reifegrad erreicht, werden die Produktdaten, unter anderem in Form von Stücklisten an die Fertigung übergeben. Dabei stellt sich aufgrund des zuvor Beschriebenen immer wieder heraus, dass eine in der Produktentwicklung erstellte Konstruktionsstückliste nicht unmittelbar in eine Fertigungsstückliste überführt werden kann, weil eindeutige 1:1-Beziehungen fehlen. In der Vergangenheit wurde von den PLM-Systemanbietern versucht, die Gesamtstruktur in einer verallgemeinerten Struktur, der sogenannten 150-Prozent-Stückliste, abzubilden. Allerdings besteht so die Gefahr, dass die Datenverwaltung sehr aufwendig wird und Einbußen bei der Performance des Systems hingenommen werden müssen, insbesondere dann, wenn eine große Anzahl von Produktvarianten zu verwalten sind. Die SAP AG mit Sitz in Walldorf kann aufgrund seiner Kompetenz in den Bereichen Engineering und Fertigung/Logistik gleichermaßen mit dem SAP-PLM-Modul PSS besonders elegantes Schnittstellen-Management anbieten. „Jede Abteilung erhält mit unserem Angebot eine auf die jeweiligen Bedürfnisse speziell zugeschnittene Struktur, die bei Bedarf nach Belieben geändert werden kann. Es ist sichergestellt, dass der Anwender nicht unbeabsichtigt Daten der anderen Abteilungen manipuliert“, erläutert Gerhard Himmelsbach vom SAP Solution Management PLM. Einerseits werden auf diese Weise neue Freiräume geschaffen – die Konstruktion muss sich bei der Strukturierung der Produkte nicht um Vorgaben aus der Fertigung kümmern –, allerdings wird damit auch die Datendurchgängigkeit ein Stück weit zwischen beiden Bereichen aufgegeben. Um die Konstruktions- und die Fertigungsstückliste miteinander zu synchronisieren, wurde deshalb der benutzergeführte Abgleich beider Stücklisten entwickelt. |
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Alternatives Lizenzmodell für PLM |
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Enterprise Open Source bietet eine echte Alternative zu herkömmlichen Lizenzmodellen. Im Gegensatz zu den konventionellen Open Source Communities, die sich beispielsweise um Linux und dem Gnu-Lizenzschema formiert haben, bietet ein real existierendes Unternehmen Software an. So geschehen von der Aras Corporation mit Hauptsitz in Andover im US-amerikanischen Bundesstaat Massachusetts mit der PLM-Lösung Aras Innovator. Wer im Unternehmen auf Open-Source-Applikationen setzt, erspart sich die kapitalintensiven Vorabinvestitionen in Lizenzen. Der wirtschaftliche Nutzen der Anwendung und die Kosten für den Systemstart laufen zeitlich annähernd parallel. Gleichzeitig gibt es keine Limitierung bei der Nutzeranzahl oder der eingesetzten Module und Server. Und schließlich ist die Community häufig aktiv in die Weiterentwicklung der Software involviert, wodurch sich kurze Innovationszyklen ergeben. |
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